MacBook, Netbook, PC und Smartphone – ich wechsel oft meinen Arbeitsplatz und den Rechner. Ich mag das einfach, an unterschiedlichen Systemen und Tastaturen zu arbeiten, und wenn ich den Platz hätte, stände da noch viel mehr Hardware rum.
Auf allen Computern nutze ich verschiedene Betriebssysteme. Am liebsten arbeite ich auf Debian GNU/Linux, bin aber aus beruflichen Gründen auch viel unter Ubuntu, Linux Mint und Mac OS X unterwegs. Eines haben bei mir alle Systeme gemeinsam: Ich surfe mit Firefox. Es wäre allerdings schön, wenn meine Lesezeichen, die Chronik und andere Einstellungen nicht auf jedem Rechner anders aussähen, sondern ich von überall her Zugriff auf meine Favoriten hätte.
Im Linux-Magazin habe ich vor einigen Monaten einen Artikel(externer Link) zu dem Thema geschrieben und gezeigt, wie leicht die Synchronisierung zwischen Ubuntu 11.10, Mac OS X 10.7.2 und Windows 7 ist. Firefox-Sync ist seit einiger Zeit fester Bestandteil des Mozilla-Browsers und muss nicht wie in früheren Versionen per Add-on nachgerüstet werden. Das Feature gleicht die Lesezeichen, Passwörter und die Chronik von Webseiten der letzten 60 Tage ab und speichert die Daten in der Voreinstellung auf den Mozilla-Servern. Der Platz dort ist für jeden Benutzer auf 25 MByte beschränkt; das klingt wenig, reicht aber völlig aus.
Da es Firefox inzwischen auch für Android gibt, wollte ich wissen, wie der Abgleich zwischen Smartphone und den anderen Systemen klappt. Dazu richte ich zunächst die Synchronisierung für den Browser auf meinem MacBook ein:
- Über Extras / Sync einrichten starte ich den Einrichtungsassistent und wähle Neues Benutzerkonto anlegen. Im folgenden Dialog trage ich eine Mailadresse und ein Passwort ein.
- Im Drop-down-Menü Server übernehme ich die Voreinstellung Mozilla Firefox-Sync-Server. Alternativ besteht hier die Möglichkeit, einen eigenen Server für den Abgleich zu verwenden. (Hier(externer Link) gibt’s eine Anleitung, wie das geht.) Bei dem Captcha-Bild muss ich relativ oft neu laden, weil die meisten Zeichen einfach nicht lesbar sind. Trotzdem finde ich irgendwann eine Kombination, die ich identifizieren kann.
- Achtung: Bevor es über Fortsetzen weitergeht, ist es unbedingt ratsam, die Sync-Einstellungen(Schaltfläche unten links) anzupassen. Ich persönlich möchte nicht, dass meine Passwörter gespeichert werden, und so deaktiviere ich die entsprechende Checkbox.
- Das war’s schon – Firefox informiert mich, dass die Daten nun verschlüsselt zum Mozilla-Server wandern und ich den Tab schließen kann.
Jetzt ist das Android-Smartphone dran:
- Von Google Play(externer Link) lade ich die Firefox-App herunter und installiere sie auf dem Handy. Direkt nach dem Start sehe ich den prominenten Hinweis, dass ich Firefox-Sync auch auf dem Smartphone einrichten kann. Alternativ geht das später auch immer noch über das Hauptmenü im Bereich Allgemein / Sync.
- Auf dem Handy erscheint nun der Code für das neue Gerät. Diesen trage ich auf meinem MacBook ein (Firefox / Einstellungen / Sync und Klick auf Gerät verbinden).
- Ein abschließender Klick auf Fortsetzen, und der Mozilla-Browser gleicht die Daten ab. Auf dem Handy sehe ich zunächst den Hinweis, dass es auf das andere Gerät wartet, dann geht’s los:
Ein prüfender Blick auf mein Handy zeigt: Alles ist da. Tippe ich rechts oben neben die Firefox-Adressleiste, um einen neuen Reiter zu öffnen, sehe ich die synchronisierten Tabs im Angebot. Alternativ bringt mich das Pluszeichen zu den meistbesuchten Seiten, zu den Lesezeichen und der Chronik. In den Bookmarks befindet sich ganz oben in der Liste den Ordner Desktop-Lesezeichen, der noch einmal unterteilt ist in Lesezeichen-Symbolleiste, Lesezeichen-Menü und Unsortierte Lesezeichen – ganz so wie im Browser des MacBooks.
Die Bookmarks des Smartphones muss ich umgekehrt auf dem MacBook zunächst suchen. Sie landen in der Kategorie Unsortierte Lesezeichen ganz am Ende der Liste im Ordner Mobile Lesezeichen. Der Versuch, diesen zu verschieben, scheitert übrigens. Offenbar erwartet Firefox ihn genau an dieser Stelle. Ziehe ich den Ordner im Fenster an einen anderen Ort, erscheint lediglich eine Kopie, die mobile heißt. Außerdem landen in dieser Kopie keine neu angelegten Lesezeichen vom Android-Handy – schade, so muss ich jedes Mal erst in die unsortierten Lesezeichen wandern, um die Handy-Bookmarks auf dem MacBook zu öffnen.
Firefox gleicht auf beiden Geräten in regelmäßigen Intervallen ab. Geht der Abgleich einmal nicht schnell genug, stoße ich ihn auf dem MacBook über das Menü Extras / Jetzt synchronisieren an. Auf dem Smartphone wechsel ich in die allgemeinen Einstellungen. Im Bereich Konten sind bereits mehrere Dienste einrichtet, darunter Google, Skype, Tango usw. An erster Stelle steht Firefox-Sync. Ein Fingertipp darauf zeigt mir, wann der Browser zuletzt einen Abgleich durchgeführt hat. Außerdem finde ich hier die Möglichkeit, weitere Geräte hinzuzufügen.










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